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Gegenwärtig
befindet sich jeder fünfte Deutsche im Rentenalter. Mitte
dieses Jahrhunderts wird es bereits jeder dritte sein - die
Gründe sind bekannt: Auf der einen Seite steigt die Lebenserwartung
(z.Zt. 76 Jahre bei Männern, 81 Jahre bei Frauen), auf
der anderen Seite werden aber trotz dieser rosigen Aussichten
zu wenig Kinder geboren. Immer häufiger und lauter wird
daher über eine vermeindlich überalterte deutsche
Bevölkerung geklagt. Statt dessen sollten wir die Potenziale
und Chancen einer "Gesellschaft des längeren Lebens"
mehr beachten und nutzen. Noch nie waren so viele Ältere
so gesund, so gebildet und hatten so viel Zeit.
Dieser
demografische Wandel zwingt uns, neue Formen des Zusammenlebens
zu erproben, neue Modelle, in denen Menschen ihre eigenen Kräfte
und Fähigkeiten einbringen und selbständig und selbstverantwortlich
wohnen und leben können. Integrationsmodelle, die die Beziehungen
zwischen den Menschen fördern, sind gefragt. "Gemeinschaftliches
Wohnen" kann in der Krise eine Chance für einen tiefgreifenden
Wandel sein: Weg von der Versorgungsgesellschaft hin zu einer
Beteiligungs- und Tätigkeitsgesellschaft.
Senioren-Wohngemeinschaften
werden immer beliebter, wobei verstärkt auf Qualität
und Service geachtet wird. Gleichzeitig wird, bedingt durch
die angespannte wirtschaftliche Situation, ein vernünftiges
Verhältnis zwischen Leistung und Preis erwartet.
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